Über Belladonna-Duo
Christine Simon, Esraj und Dilruba
Beata Seemann, Cembalo
"Unsere Musik ist nichts vom Leben Separiertes, sondern untrennbar mit ihm verbunden; sie ist auch da, wenn sie nicht gespielt wird. Mit unseren Instrumenten suchen wir die Begegnung mit unseren Zuhörerinnen und Zuhörern im lebendigen Geschehen der Musik."
Christine Simon und Beata Seemann konzertieren seit mehr als 20 Jahren miteinander. Zu Beginn stand die Musik des Mittelalters, der Renaissance und des Barock im Zentrum ihres Interesses. Später wandten sie sich mehr und mehr der Neuen Musik zu und gründeten 1990 das Belladonna-Duo. Seitdem haben die Musikerinnen ihre eigenen musikalische Sprache entwickelt, die sich einer Reihe von Kompositionen niederschlug. Die Musik von Belladonna steht für den Weg, der vom konventionellen Konzertprogramm wegführt, hin zum unmittelbaren Ausdruck, zum lebendigen Dialog in der Art einer meditativen Performance.
Die Instrumente
Seit 1983 hat Christine Simon die indischen Streichinstrumente Dilruba und Esraj als Medien für ihren persönlichen Ausdruck entdeckt. Wie die Sitar besitzen sie eine Melodiesaite und mehrere Bordunsaiten, die den Grundklang des Instruments angeben. Unter dem Griffbrett liegen mitschwingende Resonanzsaiten. Die Schalldecke bildet ein dünnes Ziegenfell über einem hölzernen Resonanzkörper, auf dem wie bei der Geige ein Steg steht. Die Dilruba klingt zart und weich, die Esraj herb und sinnlich. Mit neuen Spieltechniken entlockt Christine Simon ihren Instrumenten eine Fülle von ungewöhnlichen, ausdrucksstarken Klangfarben.
Beata Seemann spielt ein zweimanualiges Cembalo, wie es im 18. Jahrhundert in Frankreich seine Blüte erlebte. Mit vielfältigen neuen Spielmethoden erweitert Beata Seemann das anrührende archaische Klangspektrum vom zartesten Wispern bis zum stürmischen Brausen.
Gongs, Klangschalen und die in der Sona Sounds Instrumentenwerkstatt entwickelte Singing Drum erweitern das Spektrum der persönlichen Instrumente.







